Kloster Aldersbach

Das Kloster Aldersbach wurde im Jahre 1146 durch Mönche des oberfränkischen Zisterzienserklosters Ebrach gegründet. Diese übernahmen das Augustiner-Chorherrenstift in Aldersbach St.Peter und errichteten die heutige Klosteranlange.

Im 18. Jahrhundert wurde das prunkvolle Kloster durch politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung geprägt. Wirtschaftlich zählte das Prälatenkloster zu den reichsten im Lande. Hunderte Bauernhöfe und Anwesen unterstanden dem Kloster, welches selbst Steinbrüche, eine Fischzucht, Land- und Forstwirtschaft, eine Getreidemühle und natürlich die Brauerei betrieb. Diese Erfolge und ebenfalls die Misserfolge, wie beispielsweise durch Kriege, Pest und Klima, prägten das Kloster Aldersbach über die Jahrhunderte.

Zum Zeitalter des Barocks und des Rokoko wurde 1720 der Neubau der Klosterkirche Maria Himmelfahrt, welche als die schönste Marienkirche Bayerns gilt, vollzogen. Neben des Baus der Prunk- und Modlersäle, wurde 1760 die Klosterbibliothek errichtet. Mit über 40.000 wertvollen Handschriften und Bänden, zeugte die Bibliothek von einem künstlerischen und wissenschaftlichen Vorsprung und bildete die größte Bibliothek in der Region. Ein überwältigendes Fresko von Matthäus Günther, dem bedeutendsten Schüler der Asam-Brüder, ziert den Bibliothekssaal.

Die Entwicklung des Klosters Aldersbach zu einem der bedeutendsten Zisterzienserklöster in Altbayern ist bemerkenswert. Das Kloster galt als geistiges und religiöses, sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum von Bayern. Zudem war das Kloster Aldersbach im 18. Jahrhundert eines der angesehensten wissenschaftlichen Klöster Bayerns.

Erst in Folge der Säkularisation 1803, der Verstaatlichung des Klostereigentums und der Vertreibung der Mönche, folgte die Auflösung des Klosters. Die Familie der Freiherren von Aretin erwarb die Ländereien des Klosters und die Klostergebäude mit der Brauerei acht Jahre nach der Säkularisation.

Die Gründung des Förderkreises Kloster Aldersbach 1983 hatte zum Ziel, die Wiederherstellung des Klosters zu leiten. Somit kann auch heute, nach mehreren Jahrhunderten des Bestehens, die imposante Größe, die prunkvolle Bauart und die Geschichte des Klosters besucht und bewundert werden.

Räumlichkeiten des Kloster, wie Prunksäle und Bibliothek, wurden in das Ausstellungskonzept zur Bayerischen Landesausstellung eingebunden und bilden den Rahmen für besondere Themenschwerpunkte der Ausstellung „Bier in Bayern“. Die Bibliothek zum Beispiel bildet mit dem berühmten Fresko von Matthäus Günther einen Höhepunkt.