Wie die Ausstellung nach Aldersbach kam

Der Ausstellungsort

Die Jury für den Standortwettbewerb sprach sich einstimmig für die niederbayerische Gemeinde westlich von Passau aus. Aldersbach erfüllte alle Kriterien des Anforderungskatalogs mit Bestnoten. Im ehemaligen Klosterkomplex befinden sich neben der modernen Brauerei der Freiherren von Aretin Teile der historischen Brauerei mit beeindruckender Malzdarre und Schrotmühle, außerdem eine typisch bayerische Gastronomie, die sich trotz ihrer 700 Sitzplätze bescheiden „Bräustüberl“ nennt, mit Festsaal und Bühne, die niederbayerische Kabarettisten und Musiker während der Landesausstellung bespielen werden.

Die Barockkirche

Aldersbach bietet eine optimale Bühne für die Landesausstellung. Bayerische Brau- und Wirtshauskultur lässt sich hier mit allen Sinnen erleben. Teile des Konvents des ehemaligen Zisterzienserklosters mit den reich freskierten Bibliotheks- und Refektoriumssälen werden ebenso einbezogen wie die ehemalige Abteikirche, die um 1720 neben Joseph Maria Götz und Joseph Deutschmann vor allem die Gebrüder Egid Quirin und Cosmas Damian Asam in größter Meisterschaft zum „barocken Himmel der Bayern“ gestalteten. Nicht von ungefähr konnte die Asam-Jubiläumsausstellung 1986 in Aldersbach in der nur zweimonatigen Laufzeit 100.000 Besucher zählen.
Aldersbach bietet nicht nur die als typisch bayerisch erachtete Verbindung von „Barock und Bier“, die Gesamtanlage ist darüber hinaus Musterbeispiel für eine bayerische Klosterherrschaft, die aus Landwirtschaft und Brauerei die Grundlage erwirtschaftete, um Kirche und Konventsgebäude von den besten Künstlern ihrer Zeit ausstatten zu können. In Aldersbach liegen alle Attraktionen – von der Brauerei über die Klosterkirche bis zur Wirtschaft – in einem einzigen Gebäudekomplex. Die Besucher der Landesausstellung 2016 werden hier das Thema „Bier in Bayern“ in seiner gesamten kultur- und wirtschaftshistorischen Bedeutung erleben.